7 positive Aspekte der Corona-Krise

Wer hätte zum Jahreswechsel 2019/2020 gedacht, dass sich die ganze Welt zweieinhalb Monate später im Ausnahmezustand befindet?! In Deutschland sind wir seit drei Wochen zur Kontaktsperre verdammt und das öffentliche Leben ist eher zu einem privaten Leben mutiert. Das meiste von dem, was bisher als sicher und planbar erschien, ist auf den Kopf gestellt. Und Menschen, die das Gefühl der Sicherheit in der Zukunft suchen, merken gerade auf brutale Weise, dass es genau dort nicht zu finden ist. Denn Sicherheit lässt sich nur im Hier und Jetzt fühlen. Manche*r hadert mit dem Arbeiten im Home Office, mit dem Nicht-in-die-Arme-schließen-können von Verwandten und Freunden oder mit den wirtschaftlichen Folgen.
Dieser Beitrag zeigt Dir 7 positive Aspekte der Corona-Krise. Er unterstützt Dich dabei, anders über Deine Situation zu denken und Dich in eine gestaltende Rolle zu begeben – nach dem Motto „Was ich denke, bin ich also!“. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Den Buchstaben im Wort Corona habe ich 7 positive Aspekte zugeordnet:

Chance

Du hast die Chance zu überlegen, was das Gute an der jetzigen Situation ist. Anstatt sich vorwiegend mit den negativen Auswirkungen zu beschäftigen, könntest Du Dich mit einer anderen Person über die positiven Aspekte austauschen. Bitte achte dabei unbedingt darauf, dass Du diese nicht durch ein „ja, aber“ wieder zunichte machst. Wenn Du konsequent bei den positiven Aspekten bleibst, wirst Du spüren, wie sich Deine Laune deutlich verbessert.

Du hast die Chance zu überprüfen, was Dir wirklich wichtig ist und auf was Du zukünftig verzichten kannst.

Übung: Nimm Dir ein DIN A4 Blatt und teile es in drei Spalten auf. In die linke Spalte schreibst Du mindestens 10 Dinge, die Du derzeit wirklich vermisst, z.B. mit Menschen zusammentreffen und gemeinsam Spaß haben. Die mittlere Spalte nutzt Du für 10 Dinge, die Dir dank der derzeitigen Situation möglich geworden sind und die Du nicht mehr missen möchtest, z.B. jeden Morgen laufen gehen. Die rechte Spalte füllst Du mit mindestens 10 Dingen, die Du sonst zur Verfügung hast und derzeit gar nicht vermisst, z.B. jeden Mittag essen gehen.

Orientierung

Quasi aus dem Hamsterrad rauskatapultiert in eine ungeplante Auszeit, kannst Du die leeren Stellen in Deinem Kalender leer lassen oder mit Orientierungszeiten füllen. So könntest Du beispielsweise überlegen, welche Wünsche Du Dir bisher in Deinem Leben schon erfüllt hast und was Du unbedingt noch machen willst, also die sogenannte „Bucket List“ erstellen.

Brücke zur Chance

Du könntest prüfen, ob Dich Deine berufliche Tätigkeit noch ausfüllt oder was Du stattdessen machen möchtest. Dazu empfehle ich Dir das Selbstcoaching-Kartenset „Wandelwillig?!“. Auf spielerisch leichte Weise näherst Du Dich mit jeder Übungskarte Deinem Selbst, z.B. Deinen Bedürfnissen, Interessen, Motiven, Träumen. Du gewinnst eine berufliche Standortbestimmung, von der aus Du Deine weiteren Schritte planen kannst.

Als Solo-Unternehmer*in könntest Du Deine Positionierung überprüfen. Ich erlebe, dass gerade jetzt viele kreative Lösungen entstehen. Welche neue Leistung könntest Du anbieten? Welche Zielgruppe könntest Du über welche Kanäle erreichen? Wenn Du wieder in ein Angestelltenverhältnis wechseln würdest, welcher Job käme für Dich in Frage?

Was könntest Du für Deine persönliche Entwicklung tun? Welche Sprache, welche Methode oder welche Fähigkeit willst Du Dir aneignen? Wer bietet das in welcher Form an? Das eLearning-Angebot wächst täglich und viele Webinare werden zurzeit sogar kostenlos offeriert!

Ruhe

Deutlich reduziert ist der Lärm, dem wir normalerweise durch den Straßen- und Flugverkehr ausgesetzt sind. Im Büro ist die Geräuschkulisse durch Gespräche mit Kolleg*innen ausgeschaltet, im Home Office erst recht. Die Kommunikation ist auf das Nötigste reduziert.

All das verschafft mir eine äußere Ruhe, die auch innerlich wirkt. Ich komme zur Ruhe. Ich besinne mich auf Werte, die im Trubel sonst untergehen. Selbst die Zeit scheint still zu stehen. Die Tage kommen mir länger vor.

Horche mal in Dich hinein. Wie ergeht es Dir? Nimmst Du die Ruhe auch war? Eine gute Form, innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu erzeugen, ist die Meditation. Du kannst sie in verschiedenen Varianten ausprobieren und so die beste für Dich herausfinden.

Hier ein paar Anregungen aus dem Netz:

Offenbarung

Wer hätte nach den letzten Bundestagswahlen und der zähen Regierungsbildung gedacht, dass genau diese Regierung nun unglaublich stark ist. Sie handelt wohl überlegt und zugleich pragmatisch. Sie warnt, ohne Panik zu verbreiten und stellt schnell finanzielle Mittel bereit. Darin offenbart sich mir, dass Krisen Gemeinsamkeiten und einen starken Zusammenhalt schaffen können. Das Gerangel um persönliche Befindlichkeiten und Machtspielchen tritt zugunsten der Sache in den Hintergrund – geht doch. Was hat sich Dir in den letzten drei Wochen offenbart bzw. welche Erkenntnis hast Du gewonnen?

Mir wird auch bewusst, dass Menschen dankbarer werden. Gerade gestern telefonierte ich mit einem Klienten, der mir sagte, wie dankbar er dafür ist, in einem Land zu leben, in dem wir uns unter normalen Umständen uneingeschränkt bewegen können. Für was bist Du dankbar, was Dir bisher nicht so bewusst war?

Nächstenliebe

Der Begriff Nächstenliebe klingt für einige eventuell wie aus einer anderen Zeit. Doch mir kommt er gerade in diesen Tagen permanent in den Sinn, denn ich verbinde damit Hilfsbereitschaft, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Rücksichtnahme. Das sind Werte, die in den letzten Jahren scheinbar immer mehr an Bedeutung verloren haben, doch in der Not wieder zum Vorschein kommen. Besonders deutlich habe ich die gelebte Nächstenliebe bei meinen Aufenthalten in Neuseeland erlebt. Dort gehen wildfremde Menschen aufeinander zu und helfen sich, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Wer sich davon inspirieren lassen möchte, findet viele Anregungen in meinem Neuseeland-Blog.

Das großartige an der Nächstenliebe ist, dass sie auf Dich zurückstrahlt. Hast Du schon mal ausprobiert was passiert, wenn Du einem Menschen auf der Straße ein Lächeln schenkst, einer Person Deine Hilfe anbietest oder ein ehrliches Lob aussprichst? Dein eigener Seelenzustand macht einen freudigen Hüpfer! Wenn Du also viel Freude empfinden willst, sende sie an möglichst viele Menschen aus.

Achtsamkeit

Wir wissen im Moment noch nicht, wie lange die Ausnahmesituation anhalten wird. Der Ruf nach Exit-Strategien wird immer lauter, damit die Hoffnung auf ein baldiges Ende genährt wird. Das zeigt mir, dass die meisten nach wie vor in der Zukunft verhaftet sind, statt in der Gegenwart zu leben. Die Bewältigung einer Krise beginnt mit der Annahme und Akzeptanz der Situation, wie sie eben ist. Die dadurch gewonnene Energie lässt sich für gute Lösungen im Hier und Jetzt einsetzen.

Mit jeder achtsamen Tat im Hier und Jetzt bewirkst Du mehr, als mit Sorgenspinnerei über das, was zukünftig geschehen könnte.

Auch ich war früher sehr in der Zukunft verhaftet, indem ich mir Gedanken über ungelegte Eier gemacht habe. Ich mache immer noch Pläne, doch sie stellen für mich ein Gerüst dar. Das Ausfüllen mit Inhalten erledige ich konzentriert im gegenwärtigen Moment. Freudig überrascht nehme ich wahr, was dann wie von selbst in mir entsteht. Mein Geist wird leicht und findet völlig mühelos das, was ich gerade brauche. Im Gepäck sind natürlich auch Ideen und Lösungen, die sich auf die Zukunft beziehen.

Stell Dir mal vor, Du hättest beim letzten Jahreswechsel schon gewusst, was jetzt gerade passiert? Du hättest zweieinhalb Monate in Sorgen und Angst gelebt und doch nichts am Ausgang ändern können. Deshalb: Lebe in der Gegenwart und genieße, was Du hast.

Um Achtsamkeit zu trainieren, findest Du hier drei einfache Übungen:

  • Die einfachste Achtsamkeitsübung ist das Konzentrieren auf den eigenen Atem. Lege dazu beispielsweise eine Hand auf Dein Herz und atme zehnmal herzfokussiert gleichmäßig ein und aus. Welche Veränderung kannst Du wahrnehmen?
  • Erinnere Dich an einen ganz zauberhaften Moment in Deinem Leben, auch wenn er schon weit zurückliegt. Schließe die Augen und versetze Dich dorthin zurück, so als wäre es jetzt. Lass den Moment so lange Du möchtest auf Dich wirken und genieße.
  • Setze Dich gerade auf einen Stuhl, schließe Deine Augen und atme gleichmäßig ein und aus. Scanne langsam Abschnitt für Abschnitt jedes Körperteil von Deinen Füßen bis zum Kopf. Wie fühlen sich die einzelnen Körperteile an? Nimm nur wahr und urteile nicht!

Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht. Er antwortete: „Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wieder zu erlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

Dalai Lama

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir angefüllt mit Freude, positiver Energie und guten Lösungen in das übergehen, was auf uns zukommt.

Bleib gesund und erfreue Dich an dem, was da ist!

Ein Gedanke zu „7 positive Aspekte der Corona-Krise

  1. Wimmers Antworten

    Liebe Christiane,
    herzlichen Dank für den wunderbaren Newsletter für, Herz , Geist und Seele.
    Die Tools für die eigene Veränderung.
    Die Erkenntnis über die Übung mit der DIN A4 Seite.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben, entspannte Ostertage, mit Zeit für Ruhe und Nächstenliebe.
    Herzliche Grüße
    Edith

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