Klare Positionierung als EinzelunternehmerIn, um wahrgenommen zu werden – 10 Impulse

Welche Positionierung als Einzelunternehmer findest Du besser? Was spricht Dich mehr an?

  • „Ich betreibe ein Café“ ODER „Ich bringe Menschen in einer Wohlfühloase zusammen.“
  • „Ich mache Schmuck“ ODER „Lust auf Schmückwerk?“
  • „Ich bin Pflegeberaterin für Senioren“ ODER „Ich tue Senioren gut.“

Beides sind Positionierungen. Die eine ist eine sachliche Beschreibung, die andere beinhaltet einen Nutzen für Deine Kunden und beschreibt das, was Dir am Herzen liegt. Wie positionierst Du Dich als Einzelunternehmerin oder Einzelunternehmer? Meine Positionierung als Einzelunternehmerin habe ich unterhalb dieses Beitrags angefügt.

Wie definiere ich Positionierung?

Die Positionierung als Einzelunternehmer bezeichne ich als das gezielte Entwickeln und Herausstellen von Stärken und Qualitäten, durch die sich ein Mensch, ein Produkt oder eine Dienstleistung in der Einschätzung der Zielpersonen klar und positiv von anderen unterscheidet. Es fühlt sich für Anbieter und Kunde stimmig und gut an, es entsteht eine Marke.

10 Impulse zu einer guten Positionierung

Die ersten fünf Impulse beziehen sich auf das Herausarbeiten der eigenen Positionierung, die zweiten fünf Impulse auf das Bekanntmachen der Positionierung.

Impuls 1 – Eigene Stärken und Qualitäten herausarbeiten

Auf der eigenen Biografie aufbauend sich beispielsweise diese Fragen stellen:

  • Was gelang mir schon als Kind gut?
  • Was schätzen andere an mir?
  • Was macht mir Freude und verleiht mir Energie?
  • Wann hatte ich schon einmal einen Schaffens-Flow?

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Impuls 2 – Expertin werden

Mach Dich schlau in Deinem Bereich und arbeite Dich richtig in das Thema ein. Schau, was der Wettbewerb macht. Wie kannst Du Dich mit Deinen Stärken und Qualitäten davon absetzen? Was machst Du anders? Werde zur echten Fachfrau, zum echten Fachmann!

Überlege nicht nur was Du machst, sondern WIE Du es machst? Was ist Deine spezielle Methode?

Impuls 3 – Zielpersonen bestimmen und ihre Bedürfnisse ermitteln

  • Mit welchen Personen kommst Du besonders gut klar?
  • Mit welchem Typ Mensch kannst Du schnell eine Beziehung aufbauen?
  • Wo findest Du diese Menschen?
  • Welche Bedürfnisse haben die Zielpersonen?

Führe Interviews mit Deinen Zielpersonen durch, um ihre Bedürfnisse zu ermitteln und zu verstehen. Wenn Du die Bedürfnisse kennst, überlege was Du über Deine „normale Leistung“ hinaus mit Deinen besonderen Fähigkeiten und Stärken den Zielpersonen bieten könntest. Wie kannst ausgerechnet Du die Bedürfnisse der Zielpersonen befriedigen?

Impuls 4 – Prototyping

Taste Dich spielerisch an Dein besonderes Angebot heran und probiere verschiedene Varianten aus. Frage Personen aus Deinem Bekanntenkreis oder Deinem Netzwerk, wer sich zum Testen zur Verfügung stellt. Jede Testerin, jeder Tester muss ein qualifiziertes Feedback abgeben und bekommt dafür eine kleine Anerkennung von Dir, die mit Deiner Leistung in Verbindung steht (z.B. Kurzcoaching oder -Behandlung).

Impuls 5 – Positionierungssatz, der Bilder und Emotionen erzeugt

Im Beispiel vom Anfang unterscheidet sich der jeweils erste Satz vom zweiten wie folgt:

Satz 1 – Keine Differenzierung zu anderen Anbietern, es werden keine Emotionen geweckt, es entstehen keine Bilder beim Zuhörer oder Leser. Man referenziert höchstens zu gemachten Erfahrungen, die gut oder schlecht sein können.

Satz 2 – Hier werden klar die Ergebnisse kommuniziert, die der Kunde davon hat, wenn sie oder er zu Dir kommt. Es entstehen Bilder im Kopf der Kunden und sie werden auf emotionaler Ebene angesprochen oder der Satz macht zumindest neugierig.

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Impuls 6 – Keywords festlegen

Um im Internet gefunden zu werden, muss man sich auf möglichst einen Begriff festlegen, der Deine Leistung beschreibt. Dieser sollte möglichst häufig im Text wiederholt werden und in der URL stehen. Zudem empfiehlt es sich noch ein paar Keywords festzulegen, die an den Hauptbegriff anlehnen und in den Texten eingesetzt werden.

Impuls 7 – Blog schreiben

Über das Schreiben von Blogartikeln wirst Du als Expertin, Experte für Dein Thema wahrgenommen. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Beiträge perfekt ausformuliert sind. Es geht darum, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, so wie in einem thematischen Tagebuch. In den Beiträgen kannst Du Deine Keywords einbauen.

Über Deine Beiträge und Inhalte wird für Deine potenziellen Kunden Deine Haltung und Einstellung zu Deiner Leistung, wer Du bist und wie Du arbeitest wahrnehmbar. Zudem lieferst Du für Deine Leser/innen mit Deinen Tipps und Impulsen einen Mehrwert, der häufig auch geteilt wird und sich dann weiter verbreitet.

Impuls 8 – Google & Co.

  • Bei Google Business anmelden und ein Unternehmensprofil erstellen
  • Image- oder Erklärvideos drehen, in Youtube hochladen und auf Deiner Website einbinden.
  • Social Media Kanäle: Facebook und Instagram Fanpages sind im Moment fragwürdig, weil der Datenschutz nicht genau geklärt ist. Dennoch, die Verbreitung von Blogartikeln und kurzen Posts über diese Kanäle ist gut, wenn man sie regelmäßig bedient.
  • Xing und LinkedIn: Unternehmensprofile anlegen, in zielgruppen-relevante Gruppen gehen und dort Videos und Blogbeiträge posten

Impuls 9 – Lass Deine Ergebnisse bewerten und berichte darüber

In Google und Facebook die eigenen Leistungen bewerten lassen. Viele begeisterte Kunden kommen darauf nicht von allein. Deshalb ist es wichtig, sie darum zu bitten.

Geschichten über Ergebnisse, die Du erzielt hast oder die mit Deiner Positionierung verbunden sind, veröffentlichen. Das kann in Form von Blogbeiträgen oder Videos geschehen. Hier mal zwei Beispiele, die ich veröffentlicht habe:  Beispiel Blogartikel, Beispiel Videointerview

Impuls 10 – Entwickle Deine Positionierung weiter

Die genaue Positionierung entwickelt und verfeinert sich mit der Zeit. Es lohnt sich immer dranzubleiben und zu überprüfen, ob sie spitz genug ist oder noch klarer werden kann. Der Lohn ist, dass Dich die Menschen finden, die wirklich Deine Leistung benötigen und zu schätzen wissen. Diese sind dann auch bereit den Preis zu bezahlen, den Du für Deine Leistung als richtig empfindest.

Mein eigenes Beispiel

„Als Coach unterstütze ich Personen und EinzelunternehmerInnen dabei, das Wirkungsfeld zu finden, in dem sie voll zur Blüte kommen!“, lautet meine Positionierung.

Dazu füge ich noch folgendes an: Ich verstehe mich dabei als Gärtnerin für persönliches und organisatorisches Wachstum. Meine Klienten und Kunden befinden sich in einer Phase der Suche und Neuorientierung, häufig ohne zu wissen, wo sie hinwollen. Für den Coaching-Prozess oder Workshop-Rahmen bringen sie den Nährboden und Samen mit. Ich wässere und dünge die Saat bis Sprossen entstehen und Wachstum möglich wird. Und wenn das Sprießen auf sich warten lässt, trage ich mit meiner Beharrlichkeit dazu bei, dass mit der Zeit und besonderem Dünger außergewöhnliche Gewächse gedeihen. Mit meinem Wissen und meinen Methoden trage ich wertschätzend dazu bei, dass meinen Klienten und Kunden auf dem steinigen Weg in die Ungewissheit ihre Ressourcen zur Verfügung stehen.

Sieben Mal habe ich mich selber schon beruflich transformiert und kenne nahezu alle Formen der Veränderung. Übrigens nachzulesen in meinem LinkedIn Beitrag „Was mich motiviert“

Wie kannst Du die Impulse umsetzen, um zu einer klaren und guten Positionierung zu kommen

Sich helfen lassen:

  • Nutze die Expertise von anderen, Bsp. Netzwerke, Online-Kurse, Webinare, Seminare
  • Erarbeite Deine Positionierung in einem Erfolgsteam
  • Such Dir einen Coach – z.B. mich;-), der Dich bei Deiner Positionierung begleitet, wenn Du im Selbstcoaching nicht mehr weiterkommst

Mutig loslegen:

Irgendwann musst Du das, was Du entwickelt hast, auf die Straße bringen. Es ist vielleicht noch nicht perfekt. Aber wann ist etwas perfekt? Nach einer letzten Testphase kannst Du darauf vertrauen, dass das, was Dir am Herzen liegt, gut ist.

Ein Gedanke zu „Klare Positionierung als EinzelunternehmerIn, um wahrgenommen zu werden – 10 Impulse

  1. Gernot Franke Antworten

    Hallo Christiane,
    vielen lieben Dank für den Blog.
    Die 10 Impulse haben mir sehr gefallen, da hier eine Wertigkeit des Tuns schön deutlich wird und nicht „nur“ eine Berufsbezeichnung genannt werden kann.

    Der Zuhörer bekommt direkt eine Idee über über die jeweilige Berufung.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Gernot

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